KREIS HOLZMINDEN


Mobile Impfteams beenden ihre Arbeit bald!

Impfteams empfehlen Nicht-Geboosterten, Impfangebot wahrzunehmen 

01.12.2022 - Kreis Holzminden

Über ein Jahr sind die Mobilen Impfteams im Kreisgebiet unterwegs gewesen, um allen Menschen im Landkreis ein möglichst einfaches und bequemes Impfangebot zu unterbreiten. Zum Ende des Jahres läuft der vom Land Niedersachsen ausgegebene Einsatzauftrag ab, das Land hat keine Verlängerung mehr beschlossen. Für die Einsatzteams heißt das, langsam Abschied zu nehmen. Nicht allerdings, ohne noch einmal an alle Impfwilligen zu appellieren, sich noch vor Jahresende den Schutz vor Covid-19 zu holen.   

 

Die ersten Mobilen Impfteams der Johanniter hatte Anfang November letzten Jahres ihre Arbeit aufgenommen und zunächst in den Seniorenheimen und ähnlich sensiblen Einrichtungen Impfaktionen mit einer Boosterung der dort lebenden Menschen und Pflegenden begonnen. Gegen Ende des Monats konnten dann erste freie Termine in den Ortschaften Fürstenberg und Stadtoldendorf angeboten werden. Kurz vor Weihnachten dann hatten die Johanniter neben den Fahrten in verschiedene Orte des Landkreises zusätzlich noch eine Impfstation in der Mittleren Straße in Holzminden eröffnet. Anfang des Jahres hatte auch das Deutsche Rote Kreuz ein drittes Impfteam, das vor allem in der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle und der Gemeinde Delligsen unterwegs war, auf den Weg geschickt.

 

Alle Impfteams werden jedoch bis Ende des Jahres Ihre Arbeit beenden. Die Johanniter-Impfstation in der Holzmindener Mittleren Straße wird bereits am 17.12. die Pforten schließen und auch die Fahrten in die Samtgemeinden Boffzen, Bevern und Eschershausen und Stadtoldendorf enden bereits Mitte Dezember. „Es war ein interessantes Jahr für alle Mitarbeitenden, bei dem sicherlich jeder im Team seine eigenen Erfahrungen machen konnte“, resümiert Claudia Dohle, Leiterin des Mobilen Impfteams der Johanniter. 

     

Dohle hofft aber darauf, dass noch gar nicht oder nicht genügend Geimpfte sich den Pieks bei den Johannitern abholen werden. „Bis kurz vor Weihnachten haben Sie bei uns noch die Möglichkeit, Ihren Coronaschutz aufzufrischen“, appelliert sie, „nehmen Sie dieses Angebot unbedingt noch wahr!“ Die Impfung schütze dabei nicht nur die Geimpften, sondern auch deren Mitmenschen. Da die Impfstoffe sehr sicher seien, so Dohle, berge die Impfung auch deutlich weniger Risiken als eine Corona-Erkrankung. „Es gibt inzwischen für jedes Alter den richtigen Impfstoff und eine Impfung ist jederzeit ohne lange Wartezeiten und ohne Kosten möglich“, hält sie fest.

 

Ein vollständiger Impfschutz ist aufgebaut, wenn beide Impfdosen für die Grundimmunisierung und mindestens eine Auffrischungsimpfung verabreicht worden sind. Eine zweite Auffrischungsimpfung ist für bestimmte Zielgruppen empfehlenswert. Und auch eine dritte Auffrischungsimpfung bei passender medizinischer Indikation nach Rücksprache mit einem Impfarzt, ist auf Wunsch möglich. Auffrischimpfungen sollen in der Regel frühestens sechs Monate nach der letzten Impfstoffdosis oder SARS-CoV-2-Infektion mit einem mRNA-Impfstoff erfolgen.

 

Kostenlose Beratungs- und Impfangebote gibt es bei den mobilen Einsätzen in den Ortschaften des Landkreises sowie in der Impfstation in der Mittleren Straße 15 in Holzminden. Die Johanniter-Impfstation ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr und am Sonnabend, dem 3. sowie letztmalig am 17. Dezember von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Der letzte Impftermin des Mobilen Impfteams des DRKs wird auf Mittwoch, den 28.12.2022, terminiert. Die Termine der mobilen Einsätze sind auf der Corona-Sonderseite des Landkreises Holzminden und auf der Seite der Johanniter OV Holzminden im Internet zu finden. Eine vorherige Terminvereinbarung ist nicht erforderlich, lediglich der Impfpass sollte mitgebracht werden. Angeboten werden vorzugsweise die aktuellen Impfstoffe der Firma BioNTech/Pfizer (BA4+BA5 Variante). 

 


Überfall auf Tankstelle

27.11.2022 - Holzminden

In den späten Abendstunden hat ein bislang unbekannter Täter unter Vorhalt einer Schusswaffe den Angestellten einer Tankstelle in der Sollingstraße in Holzminden zur Herausgabe von Bargeld gezwungen. Die Polizei in Holzminden ermittelt jetzt wegen räuberischer Erpressung und bittet mögliche Zeugen um Hinweise zu dem Täter.

 

Am Freitagabend wurde der Polizei mitgeteilt, dass soeben die Tankstelle in der Sollingstraße überfallen worden sei. Ein Mann mit dunkler Jacke habe gegen 21:10 Uhr die Tankstelle betreten und den Angestellten unter Vorhalt einer Schusswaffe aufgefordert das Scheingeld aus der Kasse in einen Beutel zu packen. Im Anschluss sei der Mann fußläufig in Richtung Liebigstraße geflüchtet.

 

Eine sofort eingeleitete Fahndung mit starken Polizeikräften führt nicht zum Auffinden des Täters.

 

Der Täter wurde wie folgt beschrieben:

 

etwa 40 Jahre alt - ca. 165 cm groß - südeuropäisches Erscheinungsbild - sprach deutsch mit Akzent - bekleidet mit blauer Jeans, dunkler Jacke mit Reißverschluss und Schriftzug auf dem linken Oberarm und großer Kapuze, weißer FFP2-Maske

 

Die Polizei Holzminden ermittelt jetzt gegen den Unbekannten wegen des Verbrechenstatbestandes der räuberischen Erpressung und bittet dabei auch um Hinweise möglicher Zeugen:

 

Wer hat am späten Freitagabend etwa in der Zeit zwischen 21:00 und 21:30 Uhr Wahrnehmungen gemacht, die mit der Tat in Zusammenhang stehen könnten?

 

Wer kann der Polizei Hinweise zu Personen aufgrund der Täterbeschreibung geben?

 

Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Holzminden unter der Telefonnummer 05531/958-0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.


275 Jahre Fürstenberg: Auf und Ab einer Manufaktur

25.11.2022 - Fürstenberg

Das Museum Schloss Fürstenberg und die Kreisvolkshochschule Holzminden bieten am Mittwoch, 07. Dezember 2022 um 18 Uhr einen unterhaltsamen Vortrag des Museumsleiters Dr. Christian Lechelt zum Thema „275 Jahre Fürstenberg: Auf und Ab einer Manufaktur“ an. 

Der Kurs gehört zum Angebot der Kreisvolkshochschule, findet aber zum Thema passend vor Ort in Fürstenberg in der Besucherwerkstatt des Porzellanmuseums statt.  

 

Im Vortrag von Dr. Christian Lechelt geht es auch direkt um die Geschichte der Manufaktur, die in diesem Jahr ihr 275-jähriges Jubiläum feiert. Der Museumsleiter erklärt, wie das Porzellan an die Weser kam, warum ausgerechnet im Schloss Fürstenberg eine Manufaktur eingerichtet wurde und wie sie es geschafft hat, heute Deutschlands zweitälteste Porzellanmanufaktur zu sein. Die Teilnehmer*innen werden mit auf eine turbulente Reise durch drei Jahrhunderte genommen. Es werden knapp 300 Jahre der Fürstenberg Geschichte beleuchtet zwischen großer Historie und amüsanten Anekdoten. 

 

Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle der KVHS unter der E-Mail-Adresse 

info@kvhs-holzminden.de, telefonisch unter Tel. 0 55 31 707-224 oder auch direkt über die Homepage www.kvhs-holzminden.de entgegen. 

 

Entsorgungskalender 2023 der AWH

24.11.2022 - Kreis Holzminden

Die Deutsche Post wird ab Ende November den gedruckten Entsorgungskalander der AWH für das Jahr 2023 an alle Haushalte im Landkreis Holzminden verteilen. Dieser Kalender ist auch online unter www.awh-holzminden.de verfügbar. Neben einer Suche nach Ort, Straße und Abfallart bietet er die Möglichkeiten, einen individuellen Entsorgungskalender zu erstellen und die Termine in einen elektronischen Kalender zu exportieren. Über die AWH-Homepage, auch erreichbar über den QR-Code, können weitere, wichtige Seiten wie das Abfall-ABC, das Formularportal des Kundenservice oder die Verschenkbörse aufgerufen werden.

Mit dem gedruckten Entsorgungskalander wird auch die AWH-Kundenzeitung verteilt, in der ausführlich über die gelben Tonnen informiert wird.

>


Johanniter und DRK bitten um Kleiderspenden

19.11.2022 - Kreis Holzminden

Wer vor Bombenhagel und Raketeneinschlägen flüchtet, hat keine Zeit, sich viele Gedanken darüber zu machen, was er oder sie in der Fremde braucht. Besonders diejenigen, die im Sommer aus der Ukraine gekommen sind, haben vor ihrer Flucht häufig nicht daran gedacht, sich in Sachen Kleidung auch auf die kommenden Wintermonate vorzubereiten. Die Johanniter Unfallhilfe und das Deutsche Rote Kreuz als Betreiber*innen der Flüchtlingsunterkünfte im Landkreis Holzminden bitten deshalb Kleiderspenden für die in den Flüchtlingsunterkünften untergebrachten Menschen.

„Es werden dringend Jacken und dicke Pullover in den Größen S, M und L gesucht, aber auch Winterkleidung für Kinder aller Art“, sagt Nesrin Özdogru, Bereichsleiterin in der Migration beim Landkreis Holzminden. Aufgrund des zunehmenden Flüchtlingsstromes fehle es außerdem an Kinderbetten, Kinderwagen, Autokindersitzen sowie Rollstühlen, Rollatoren oder Gehhilfen. Özdogru apelliert aber auch an die Bevölkerung nur wirklich noch Brauch- und Tragbares an Johanniter und DRK abzugeben. „Die Menschen in Not sind wirklich nicht wählerisch, aber jeder, der spendet, sollte sich überlegen, ob das, was er gibt, auch wirklich noch zu verwenden ist.

Die Spenden können direkt bei der DRK-Unterkunftsbetreuung im Aufnahmezentrum Holzminden Am Billerbeck (ehemaliges Campe-Gymnasium) oder in Bodenwerder im Aufnahmezentrum der Johanniter im Richard-Schirrmann-Weg in der Jugendherberge abgegeben werden. Ansprechpartnerin im Holzmindener Aufnahmezentrum ist Lena Fuhrmann, in Bodenwerder Sascha Hartmann.


KVHS Holzminden bietet Vorträge zum Thema Globale Erwärmung und Kontrollierte Wohnungslüftung an

15.11.2022 - Holzminden

Am Dienstag, den 22.11.2022 bietet die Kreisvolkshochschule Holzminden um 17 Uhr einen Vortrag zum Thema „Globale Erwärmung“ an. Die Folgen des Klimawandels werden immer offensichtlicher. Im August 2021 hat der Weltklimarat (IPCC) den 6. Bericht der Arbeitsgruppe 1 vorgelegt, in dem der Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse zum menschlichen Einfluss auf den Klimawandel zusammengetragen wurde. Im Vortrag werden Daten und Fakten zum aktuellen Stand und zu den Szenarien für die zukünftige Entwicklung präsentiert.

Passend dazu geht es in einem weiteren Vortrag zu dem Thema „Kontrollierte Wohnungslüftung“ am Donnerstag, den 24.11.2022 um die Bedeutung der kontrollierten Lüftung zur Senkung der jährlichen Heizkosten. Es werden grundlegende Informationen zur Bedeutung der Wohnungslüftung erläutert, sowie technische Lösungen und Informationen zur Arbeitsweise verschiedener Lüftungsgeräte und deren Einsatzmöglichkeiten vorgestellt. Die durch den Einsatz von Lüftungsgeräten mögliche Energieeinsparung wird anhand der Angaben auf dem Öko-Label erläutert.

Die Vorträge finden in der KVHS Holzminden in der Braunschweiger Straße 8 statt. Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle der KVHS unter der E-Mail-Adresse info@kvhs-holzminden.de, telefonisch unter Tel. 0 55 31 707-224 oder auch direkt über die Homepage www.kvhs-holzminden.de entgegen. 


Hunde tun uns Menschen gut

Therapiehund Cody beim Gesprächskreis Café Memory

21.10.2022 - Holzminden

Regelmäßig trifft sich der Gesprächskreis für Angehörige und Zugehörige von Menschen mit Demenz zum „Café Memory“. Diese Treffen, auf Einladung des Senioren- und Pflegestützpunktes des Landkreises Holzminden, ermöglichen einen gemeinsamen Austausch und neue Anregungen. Beim letzten Treffen wurde es tierisch spannend. Labradorhündin Cody war zu Besuch im „Café Memory“, dass im Holzmindener Familien- und Kulturzentrum Drehscheibe stattfand. Sein Frauchen Conny Schoppe berichtete über Erfahrungen des Therapiehundes in Seniorenheimen und den damit verbundenen Aktivitäten.

Alle Teilnehmenden konnten sich schnell persönlich davon überzeugen, dass der Körperkontakt und die Interaktion mit Cody zu einer Steigerung des emotionalen Wohlbefindens führten. Der Kontakt zu Cody bot vielfältige Gesprächsthemen und reichlich Anlass für eine ausgiebige, streichelintensive Kontaktaufnahme. Conny Schoppe und Cody sorgen in Seniorenheimen, in Kindergärten, Schulen und Hospizen für Freude und Abwechslung, aktivieren mit Spielen und lustigen Ideen die Teilnehmenden in Gruppen- oder Einzelstunden und fördern Konversationen. 

Für die Gruppenarbeit mit Senior*innen kann die Anwesenheit eines Tieres genutzt werden, um das Gedächtnis zu trainieren. Die Senior*innen können sich ganz allgemein über Hunde austauschen oder aber an den Familienhund aus ihrer Kindheit erinnert werden, um darüber dann zu reden. In Einzelsitzungen kann ein Hund zur Ablenkung, Steigerung des Selbstwertgefühls, Anregung zur Kommunikation oder zur Entspannung eingesetzt werden. Menschen, die sich sonst eher passiv und zurückgezogen verhalten, können so zu Spaziergängen oder durch das Spielen mit dem Therapiehund zu kleinen Bewegungsübungen motiviert werden.

Besonders bei Menschen mit Demenz, denen die Kontaktaufnahme häufig schwer fällt, wird auf die Hilfe der Vierbeiner gern zurückgegriffen. Hunde fordern von Menschen Zuwendung ein, nehmen von allein Kontakt auf und bauen so eine emotionale Brücke auf. Dass darüber hinaus durch das Streicheln von Hunden Glückshormone ausgeschüttet werden, darüber waren sich an diesem Nachmittag alle Teilnehmenden einig.

Wer mehr über Cody erfahren möchte, kann sich gerne bei Silvia Kieven und Elke Wünsche vom Senioren- und Pflegestützpunkt Holzminden unter der Telefonnummer 0 55 31 / 707 326 informieren.

Das nächste Treffen des Gesprächskreises findet am Dienstag, den 8. November um 14:30 Uhr im Familienzentrum Drehscheibe, Sollingstraße 101, in Holzminden, statt. Alle Angehörigen und Zugehörige sind dazu herzlich eingeladen. Für weitere Informationen steht 

 


Samtgemeindebürgermeister Tino Wenkel, Allgemeiner Verwaltungsvertreter Philip Becker, Bürgermeisterin Gudrun Rassmann, Verwaltungsmitarbeiterin Sabine Weishaupt, Mitarbeiter der Firma Heine GmbH
Samtgemeindebürgermeister Tino Wenkel, Allgemeiner Verwaltungsvertreter Philip Becker, Bürgermeisterin Gudrun Rassmann, Verwaltungsmitarbeiterin Sabine Weishaupt, Mitarbeiter der Firma Heine GmbH

Am Mehrgenerationenspielplatz Boffzen entsteht eine neue, moderne Toilettenanlage

21.10.2022 - Boffzen

Gut 14 Monate ist es her: Im August 2021 wurde unter lautem Jubel zahlreicher Kinder und ihrer Eltern der im Rahmen einer LEADER-Förderung errichtete Mehrgenerationenspielplatz am Place de Villers-sur-Mer eröffnet. Seitdem ist der Spielplatz innerhalb der Samtgemeinde Boffzen zu einem beliebten Treffpunkt für Jung und Alt geworden.

 

Um den Aufenthalt am Spielplatz auch weiterhin für Groß und Klein so schön und angenehm wie möglich zu machen, wird nun auch die mittlerweile in die Jahre gekommene angrenzende öffentliche Toilettenanlage modernisiert und erweitert. Es entsteht eine moderne, barrierefreie, öffentliche Toilettenanlage mit Wickelmöglichkeiten, die den Zutritt mit Kinderwagen und / oder Rollstuhl ermöglicht.

 

Für die Realisierung der Maßnahme war es notwendig, das unmittelbar angrenzende und marode ehemalige Spritzenhaus der Feuerwehr abzureißen. Die Firma Heine GmbH aus Holzminden wurde mit den Abrissarbeiten beauftragt. Im Anschluss werden die Arbeiten für den Anbau und die Modernisierung im Innenbereich der Toilettenanlage durchgeführt. Die Maßnahme soll voraussichtlich im Frühjahr 2023 abgeschlossen sein.

 

Ebenso wie der Bau des Mehrgenerationenspielplatzes wird auch die Sanierung der Toilettenanlage im Rahmen des LEADER-Programms aus europäischen Mitteln gefördert. Die zuständigen Gremien der Lokalen Aktionsgruppe „VoglerRegion im Weserbergland“ mit öffentlichen Partnern und Akteuren aus der Zivilgesellschaft haben über die Förderung dieser Maßnahme entschieden.

 

Der gesamte Prozess der Antragstellung und Vorbereitung lief durch das mittlerweile gut eingespielte Netzwerk aus Ansprechpartnern beim Landkreis Holzminden und der Samtgemeindeverwaltung reibungslos und effizient.

 

Die Gemeinde Boffzen freut sich darauf, das Angebot rund um den Mehrgenerationenspielplatz mit der neuen Toilettenanlage abzurunden und allen kleinen und großen Besuchern damit einen noch schöneren Aufenthalt zu ermöglichen.

 


In Sporthallen soll Energie gespart werden – Sport soll aber weitergehen

Kreisportbund appelliert gemeinsam mit Landkreis und Kommunen an Sportvereine 

20.10.2022 - Kreis Holzminden

Die Energieversorgung aufrechtzuerhalten erfordert Einschränkungen. Das erfahren Bürgerinnen und Bürger momentan tagtäglich aufs Neue. Doch was das notwendige Energieeinsparen gerade auch in öffentlichen Gebäuden konkret bedeutet, zeigt sich auch anhand der Sporthallennutzung im kommenden Winter.

Bei einem Treffen von Kreissportbund, Landkreis und den Kreiskommunen in der Feuerwehrtechnischen Zentral Holzminden wurde deutlich: Alle Beteiligten wollen an einem Strang ziehen und sparen.  Überall da, wo es möglich ist, sollen die Temperaturen in den Hallen gemäß der aktuellen Verordnung zum Energiesparen (Kurzfristenenergiesicherungsmaßnahmenverordnung) auf 16 Grad absenkt werden. Darüber hinaus sollen die Duschen abgestellt werden. Dafür aber geht es mit dem Hallensport weiter. 

 

„Für uns ist wichtig, dass unter den derzeit schwierigen Bedingungen auf jeden Fall weiter Sport betrieben werden kann“, stellt Bernd Wiesendorf, Vorsitzender des Kreissportbundes Holzminden bei dem Treffen klar. Wiesendorf unterstreicht, dass die Sporttreibenden während der Pandemie in den letzten zwei Jahren erheblich unter den Maßnahmen hätten leiden müssen. Das dürfe wegen des nötigen Handlungsbedarfes in Sachen Energieeinsparung nicht wieder in gleichem Maße so passieren.  

 

Mit dieser Ansicht steht er nicht allein. Alle anderen Vertreter aus den Samtgemeinden und auch Kreisbaurat Ralf Buberti sehen das genauso. Andererseits habe man natürlich den Zwang, so Buberti, irgendwie Energie einzusparen. Das sei ein bundesweites Gebot, speziell auch an die öffentlichen Aufgabenträger. Darüber hinaus belaufe sich der geschätzte Finanzmehrbedarf für Energiekosten im Vergleich zu 2019 auf allein ca. 2,8 Mio. Euro. Eine Schließung von Hallen sei vonseiten des Landkreises nicht geplant. Da allerdings, wo dies technisch machbar sei, solle die Temperatur in den Sporthallen auf 16 Grad abgesenkt und die Duschen abgestellt werden. Mit den Schulen sei solch in Vorgehen abgesprochen. Bis auf die BBS, das Campe Gymnasium und die Förderschule GE sei das vonseiten der Schulleitungen auch als unproblematisch angesehen worden. 

 

Dieser Maßnahme wollen sich auch die Samtgemeinden und die Stadt Holzminden anschließen, machen aber darauf aufmerksam, dass etliche Hallen sich nicht im Eigentum der Samtgemeinden befinden. Einige Gemeinden betreiben eigene Hallen. Und auch nicht wenige Vereine haben selbst Hallen oder nutzen Duschen in den Vereinsheimen.

 

„Für uns ist in diesem Zusammenhang die Botschaft an alle Vereine und Gemeinden klar“, erklärt Bernd Wiesendorf. „Die aktuelle Energiekrise darf nicht zu einem Lockdown im organisierten Sport führen. Aber wir erkennen die Notwendigkeit an, gesamtgesellschaftliche Solidarität zu zeigen.“  Auch wenn es in Ausnahmefällen differenzierte Lösungen brauche und natürlich auch in den Ferien bezüglich der Schließungen andere Regelungen gelten müssten, sei sich der Kreissportbund mit dem Landkreis und den Kommunen einig, dass die Hallentemperatur auf 16 Grad gesenkt und die Duschen überall dort, wo dies technisch und funktional möglich ist, abgestellt werden sollte. „Wir appellieren an alle Vereine, diese Energiesparmaßnamen mitzutragen.“

 


Gut gewappnet für das gemeinsame Anpacken
Gut gewappnet für das gemeinsame Anpacken

Gekonnt kommunizieren, koordinieren und kooperieren

Anmeldungen noch möglich für die „Qualifizierung Dorfmoderation“

11.10.2022 - Kreis Holzminden

Die Zukunft des eigenen Heimatorts mitzugestalten – darum geht es bei der Qualifizierung zum/zur Dorfmoderator*in. Die Weiterbildung, die 48 Unterrichtsstunden umfasst, startet ab dem 2. November 2022. Eine Alternative ist die digitale Dorfmoderations-Fortbildung über ZOOM, hier ist die Auftaktveranstaltung schon für den 14. Oktober 2022 angesetzt. Für beide Formate gibt es noch einige wenige Restplätze!

 

Die Dorfmoderation steht unter dem Motto „Zukunft braucht Herkunft“. Die Einwohner*innen kennen ihren Ort und die dort lebenden Menschen am besten. Sie wissen, wer wie tickt und wo es hakt. Sie haben ein Bauchgefühl dafür, was in ihrem Dorf funktioniert und was nicht, was gebraucht wird und wo etwas verbessert werden kann. Von nicht ortskundigen Personen oder Organisationen „übergestülpte“ Maßnahmen zur Dorfentwicklung helfen oft nicht weiter. Viel besser lassen sich Projekte realisieren, wenn sie von den Menschen gewünscht und bestenfalls umgesetzt sind, die direkt vor Ort sind und auch bleiben wollen. Menschen, die sich hier vielleicht schon lange im Gemeinde-/Ortsrat oder in den Vereinen engagieren, denen es Freude macht, ihre Umgebung gemeinsam mit anderen aktiv zu gestalten, ihre eigenen Ideen zu entwickeln und so die dorfeigene Lebensqualität zu verbessern. 

 

Entsprechend geht es bei der Fortbildung zur Dorfmoderatorin bzw. zum Dorfmoderator ganz wesentlich um die Kommunikation und Kooperation im Dorf und darum, die Aktiven und Aktivitäten im Ort zu koordinieren. Auch die Beschäftigung mit dem eigenen Dorf, seiner Geschichte, den Rahmenbedingungen, Potenzialen und Problemen gehört zu den Inhalten. Es werden gute Beispiele aus anderen Dörfern vorgestellt und eigene Ideen entwickelt. Die Ausbildung gibt Ihnen zahlreiche praxisnahe Tipps und Strategien, wie Engagement im eigenen Ort in konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Orts- oder Gemeinderat umsetzbar ist. Und im Anschluss sorgt das lebendige Netzwerk Dorfmoderation Südniedersachsen mit der Vernetzungsstelle in Göttingen für Beratung und kollegialen Austausch.

 

Weiterführende Informationen sind erhältlich über das Zentrum für ehrenamtliches Engagement (ZEE). Die Ansprechpartnerin ist Anja Kurth, sie ist erreichbar via E-Mail (zee@landkreis-holzminden.de) oder telefonisch unter der Rufnummer 05531- 707 224. 

 

MitmacherInnen gesucht!

Infoveranstaltung des Zentrums für ehrenamtliches Engagement: „Engagiert für mein Dorf“

06.10.2022 - Kreis Holzminden

Unsere Region braucht MitmacherInnen! Am Mittwoch, den 12. Oktober 2022 um 18.30 Uhr sind alle Menschen, die sich ehrenamtlich für ihre Region und ihren Heimatort einsetzen wollen, herzlich zur Infoveranstaltung rund um das „Dorfengagement“ eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenfrei und wird in den neuen Räumlichkeiten der Kreisvolkshochschule Holzminden in der Braunschweiger Straße 8 stattfinden.

 

An vielen Stellen ist im Dorf Engagement gefragt: Bei der Rats- und Vereinsarbeit genauso wie bei der Umsetzung von konkreten Projekten oder der Frage, wie sich das Dorf künftig entwickeln soll. Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für Engagierte und solche, die es werden wollen? Was ist für wen hilfreich, wie kann man MitstreiterInnen finden und wie kommt man von der Idee zum umgesetzten Projekt? Gibt es konkrete Weiterbildungsangebote und Fördermittel? 

 

Das Zentrum für ehrenamtliches Engagement (ZEE) und die LEADER-Region „VoglerRegion im Weserbergland“ stellen im Rahmen der Veranstaltung alle wichtigen Infos vor. Es besteht die Gelegenheit, erste Kontakte zu anderen Engagierten und dem Netzwerk zu knüpfen und alle Fragen rund um die Themen Qualifikation, Netzwerk und Förderung werden beantwortet. 

 

Eine Anmeldung ist erforderlich. Interessierte werden gebeten, eine E-Mail mit ihren Kontaktdaten an zee@landkreis-holzminden.de zu senden. Bei Rückfragen oder für weitere Informationen steht Anja Kurth vom ZEE unter der Rufnummer 05531 707-390 zur Verfügung.


René Köhler (Bereichsleiter Sicherheit und Ordnung, 1.v.l.), Jens Heinemeyer  (Kreisbrandmeister, 2.v.l.), Sarah Humburg (Erste Kreisrätin, 3.v.l.), Thomas Plancke  (stellv. Kreisbrandmeister, 2.v.r.), Ralf Knocke (stellv. Kreisbrandmeister, 1.v.r.)
René Köhler (Bereichsleiter Sicherheit und Ordnung, 1.v.l.), Jens Heinemeyer (Kreisbrandmeister, 2.v.l.), Sarah Humburg (Erste Kreisrätin, 3.v.l.), Thomas Plancke (stellv. Kreisbrandmeister, 2.v.r.), Ralf Knocke (stellv. Kreisbrandmeister, 1.v.r.)

Landkreis Holzminden bekommt einen Tanklöschzug Wald (TLF 3000) zur Erprobung

15.09.2022 - Kreis Holzminden

Der Klimawandel lässt unsere Wälder austrocknen, die Waldbrandgefahr steigt von Jahr zu Jahr. Die Beschaffung neuer Löschfahrzeuge ist ein notwendiger Schritt für einen zukunftsfesten Brand- und Katastrophenschutz in Niedersachsen. 

 

Die Beschaffung von Waldbrandtanklöschfahrzeugen und Fahrzeugen für die kommunalen Kreisfeuerwehrbereitschaften ist ein essentieller und dringend notwendiger Schritt zur Abwehr der auch in Niedersachsen immer häufiger auftretenden Vegetationsbränden. 

 

Deshalb hat das Niedersächsische Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) dem Landkreis Holzminden für die Zeit vom 13.09.2022 bis 06.10.2022 ein Tanklöschfahrzeug Wald (TLF 3000) zur Erprobung überlassen. 

Ziel dieser Erprobung ist die Konzeptionierung eines Waldbrandtanklöschfahrzeuges für den kommunalen Einsatz.

 

Am 12.09.2022 haben Mitarbeiter der Feuerwehrtechnischen Zentrale das TLF 3000 in Celle übernommen. Anschließend wurde es in den Landkreis Holzminden überführt und im Beisein der Ersten Kreisrätin Sarah Humburg, dem Kreisbrandmeister Jens Heinemeyer und seinen beiden Stellvertretern Ralf Knocke und Thomas Plancke sowie dem zuständigen Bereichsleiter René Köhler in Empfang genommen. Im Anschluss daran erfolgte dann die Übergabe an die Feuerwehr des Flecken Delligsen. Um die Erprobung bestmöglich zu gewährleisten, soll das Fahrzeug jeweils für eine Woche in den Dienst- und Ausbildungsbetrieb der jeweiligen Gemeindefeuerwehr integriert werden. Insbesondere soll das Fahrzeug aktiv in Einsätze und Übungen zur Vegetationsbekämpfung eingesetzt werden.


Unterstützung auf dem Weg zum zukunftsfähigen Dorf

Vernetzungsstelle Dorfmoderation Südniedersachsen gestartet

09.09.2022 - Kreis Holzminden

Mut zur Veränderung, kreative Ideen und eine engagierte, solidarische Dorfgemeinschaft für die Umsetzung – das sind wichtige „Zutaten“, wenn es darum geht, Dörfer zukunftsfit zu machen. Aber das wichtigste: Vor Ort braucht es Menschen, die sich engagieren wollen und andere mitziehen können! Das entsprechende Rüstzeug bietet die Dorfmoderation – und mit der Vernetzungsstelle in Göttingen gibt es nun auch eine Ansprechpartnerin für Interessierte aus ganz Südniedersachsen.

 

„Das Dorf zu moderieren bedeutet: Es mit anderen und mit dem Orts- oder Gemeinderat aktiv zu gestalten und die dorfeigene Lebensqualität zu verbessern“, macht Christine Bossow, LEADER-Regionalmanagerin der VoglerRegion im Weserbergland deutlich. Das könne durch konkrete Projekte und große Aktionen geschehen, aber auch durch ganz unspektakuläre Dinge – etwa indem man die Perspektive wechsele und den Ort einmal aus dem Blickwinkel von Kindern oder weniger mobilen Menschen zu betrachte.  Was das konkret heißt, ist im Landkreis Holzminden noch kaum bekannt. Nachdem Anfang März bereits eine Online-Infoveranstaltung stattgefunden hatte, hatten deshalb die LEADER-Region und das Zentrum für ehrenamtliches Engagement (ZEE) im Mai zu einer Exkursion nach Spanbeck eingeladen. 

 

In dem zum Flecken Bovenden gehörenden Ort, in dem die Dorfmoderation seit langem etabliert ist, gab es viel zu sehen. Die Teilnehmenden schauten sich unter anderem eine zum Dorftreffpunkt umgebaute ehemalige Schule an, das elektrische Dorfauto des Dorfvereins, die zur „Bücherzelle“ umfunktionierte Telefonzelle oder zum zentralen Dorfplatz, dem „Thie“ mit dem WLAN-Hotspot. Vom jährlichen Highlight „Spanbecker Winterwald“, der an jedem Adventssamstag für Musik und Weihnachtsmarktatmosphäre im Ort sorgt und ein überregional bekanntes Event geworden ist, konnte im Mai natürlich nur berichtet werden. 

 

Der von Bossow angesprochene bewusste Perspektivwechsel beim Gang durch den Ort hatte die engagierten Einwohner dazu gebracht, dass sie die Beleuchtungssituation schließlich gemeinsam mit der Gemeinde verbessert haben und es inzwischen keine dunklen „Grusel-Ecken“ mehr gibt. 

 

Das alles war natürlich nur möglich, weil sich die Spanbecker zusammen Gedanken darüber gemacht hatten, wie sie in ihrem Ort künftig leben wollen. Mit Hilfe von Dorfmoderatorin Margitta Kolle wurde dann der Grundstein für eine Gründung des Vereins „Gemeinsam für Spanbeck e.V.“ gelegt. „Dabei ist wichtig, dass sich auch Menschen ohne ein bestimmtes Vereinsamt engagiert haben“, sagt Christine Bossow, „also sozusagen die unüblichen Verdächtigen.“

 

Wie man die aktivieren kann, Veranstaltungen wie Dorfbegehungen und Dorfversammlungen moderiert und Projektgruppen berät und unterstützt, ist in der Dorfmoderations-Fortbildung zu lernen. Bestandteile der Fortbildung sind auch die Beschäftigung mit dem eigenen Dorf, das Kennenlernen guter Beispiele aus anderen Dörfern und das Entwickeln eigener Ideen. Das Fortbildungsangebot ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit der Landkreise Göttingen, Northeim, Goslar und Holzminden. Über die reine Fortbildung hinaus ist über die Jahre ein lebendiges Netzwerk der Engagierten in ganz Südniedersachsen entstanden. 

 

Seit April gibt es in diesem Netzwerk mit der gemeinsamen Vernetzungsstelle Dorfmoderation Südniedersachsen mittlerweile auch einen konkreten Anlaufpunkt für alle Engagierten und Interessierten. Das zu dieser Vernetzungsstelle gehörige Gesicht ist zumindest den im Mai nach Spanbeck gereisten Kreis-Holzmindenern inzwischen gut bekannt: Es ist Margitta Kolle. Sie ist seit vielen Jahren hauptamtlich in der Göttinger Kreisverwaltung tätig und ehrenamtliche Spanbecker Dorfmoderatorin. 

 

Im Rahmen der 5. Sitzung des Ausschusses für Klimaschutz, Bau, Umwelt und Kreisentwicklung stellte sie die Dorfmoderation in Südniedersachsen und die Arbeit der Vernetzungsstelle vor. „Ich möchte eine Ansprechpartnerin auf Augenhöhe sein, mit einem Blick aus der Verwaltung der vier Landkreise und dem Blick meines eigenen ehrenamtlichen Engagements für die Dorfentwicklung“, beschreibt Kolle ihre Aufgabe. Deswegen arbeite sie Hand in Hand zusammen mit dem Zentrum für ehrenamtliches Engagement (ZEE), dass die Engagierten im Landkreis begleitet und unterstützt, mit der LEADER-Region und mit dem Landkreis als Partner der Vernetzungsstelle. 

 

Die Ausschussmitglieder haben betont, wie wichtig es ist, dass sich die Menschen vor Ort selbst für die Zukunft ihrer Dörfer engagieren. Ob ein Dorf eine selbständige Gemeinde oder ein Ortsteil ist, spiele dabei keine Rolle. Die Idee der Dorfmoderation und das Angebot von Fortbildungen und Unterstützung sollen auch im Landkreis Holzminden in die Fläche getragen und Engagierte unterstützt werden. Regional übernimmt das künftig die Vernetzungsstelle, lokal das ZEE. Beide geben Auskunft über die nächsten Fortbildungstermine und Netzwerktreffen geben und stehen per Mail oder Telefon für Fragen zur Verfügung: Margitta Kolle in Göttingen über Kolle@landkreisgoettingen.de bzw. telefonisch unter 0 551 525-26 26 und Anja Kurth beim ZEE im Landkreis Holzminden über zee@landkreis-holzminden.de oder telefonisch unter 0 55 31 707-390. 

 


Impftruck fängt Feuer/Impfangebote werden aufrechterhalten

06.09.2022 - Kreis Holzminden

Aufgrund eines technischen Defektes ist der im Auftrag des Landkreises Holzminden über die Dörfer fahrende Impftruck der Johanniter Unfallhilfe Holzminden in Brand geraten. Das Impfteam hatte das Fahrzeug gerade auf dem Dorfplatz in Lenne für die Impfangebote vor Ort abgestellt, als der LKW im Heck Feuer fing. Die Feuerwehr Stadtoldendorf konnte den Brand mit 18 Einsatzkräften schnell löschen.

Das Fahrzeug wurde dennoch so stark beschädigt, dass es bis auf Weiteres nicht einsatzbereit sein wird. Personen wurden nicht verletzt. Ursache des Brandes war ein technischer Defekt.

Für die Johanniter Unfallhilfe ist der Schaden aber kein Grund, an den geplanten Impfterminen nicht weiter festzuhalten. „Wir haben nach dem ersten Schock unmittelbar nach dem Ereignis heute Morgen gleich alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die geplanten Termine für diese Woche auch weiterhin stattfinden zu lassen“, erklärt Claudia Dohle, Leiterin des Mobilen Impfteams der Johanniter.  

Der LKW wird zur Schadensbehebung erst einmal in eine Fachwerkstatt nach Elze transportiert. Wann er wieder einsatzfähig ist, muss abgewartet werden. In den Ortschaften seien jedoch Ausweichplätze mithilfe der dort Verantwortlichen schnell gefunden worden. Innerhalb kürzester Zeit konnten in den geplanten Ortschaften Ausweichmöglichkeiten in Feuerhäusern und Dorfgemeinschaftshäusern gefunden werden. Auch für diie geplanten Termine bei Unternehmen konnten Alternativen gefunden werden, um das niederschwellige Angebot von COVID-19–Impfungen durch mobile Teams wie geplant durchführen zu können. 

Der Impftermin am Mittwoch, den 7. September an der Esso Tankstelle in der Holzmindener Sollingstraße wird wie geplant stattfinden. Am darauffolgenden 8.September wird der Termin in das Dorfgemeinschaftshaus in Merxhausen verlegt.

Der Termin in Heinade wird erst einmal verschoben, genauere Auskunft hierzu geben die Johanniter unter der Rufnummer 0152 – 39 55 21 61. Ein weiterer Termin am Freitag bei McDonald ́s in Holzminden findet wiederum statt. 

„So vorteilhaft der LKW für unsere Einsätze auch gewesen ist, wir werden trotzdem auch ohne ihn unser umfassendes und ortsnahes Angebot problemlos weiter aufrechterhalten“, versichert Dohle. In der nächsten Woche können alle Termine in vollem Umfang angeboten werden. Eingesehen werden könnten die, so Dohle, auf der Internetseite des Landkreises Holzminden. Zusätzlich dazu wird der wegen des Brandes verhinderte Termin in Lenne am 16.09. im dortigen Dorfgemeinschaftshaus von 09 .30 – 15:30 Uhr nachgeholt.

Voraussichtlich können ab Mittwoch, den 14. September 2022, Booster-Impfungen mit dem neuen angepassten Impfstoff Comirnaty® der Firma BioNTech/Pfizer angeboten werden. Fragen zu Impfungen und Terminen beantwortet das Mobile Impfteam der Johanniter unter der Rufnummer 0 152 – 39 55 21 61.


"Mama, mein Handy ist kaputt!"

05.09.2022 - Kreis Holzminden

"Mama bzw. Papa, mein Handy ist kaputt/ich habe mein Handy verloren. Das ist meine neue Nummer.", so lautet der Wortlaut der Nachricht, die von einer unbekannten Nummer kommt.

 

Nach kurzem Small-Talk eröffnet der Absender, dass eine oder mehrere dringende Onlineüberweisungen bezahlt werden müssten, der Online-Zugang aber noch auf dem alten Handy aktiv sei und man deswegen auf die Hilfe der Eltern angewiesen sei, da es sich um Terminüberweisungen handele und man deswegen etwas unter Zeitdruck stehe.

 

Der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden wurde in dieser Woche ein solcher Fall angezeigt, bei dem es zur Zahlung eines Geldbetrages an die Betrüger gekommen ist. Geschädigt ist ein Ehepaar (61 und 65 Jahre) aus dem Bereich Holzminden.

 

Die Polizei rät:

 

   - Rufen Sie immer dann, wenn Ihnen suggeriert wird, dass Familienangehörige Probleme haben, diese in jedem Fall zuerst an! 

Vergewissern Sie sich, dass es Ihren Lieben gut geht! - Glauben Sie nicht alles, was Ihnen vorgespielt wird, auch wenn der Small-Talk noch so glaubwürdig und nett klingt!

- Die Mehrheit der Menschen kennt die Handynummern ihrer Mitmenschen - sogar der nächsten Verwandten - nicht auswendig! Seien Sie daher skeptisch, wenn Sie eine Nachricht (nach einem angeblichen Handyverlust) von einer unbekannten Nummer erhalten.

- Wenn eine SIM Karte zum Texten freigeschaltet ist, dann ist sie das in der Regel auch zum Telefonieren! - Wenden Sie sich im Zweifel immer an Ihre örtliche Polizeidienststelle!

- Sollten Sie auf diese Masche hereingefallen sein, informieren Sie zunächst umgehende Ihre Bank. Ggf. kann die Überweisung noch gestoppt werden.

- Erstatten Sie im Anschluss Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle. Erstellen Sie dazu Screenshots des Chatverlaufes, Kontaktes und von der Überweisung (mit eindeutig erkennbarem Empfängerkonto) und bringen Sie diese Daten mit zur Anzeigenerstattung.


Wasserentnahme und Gartenbewässerung deutlich eingeschränkt

Landkreis erlässt Allgemeinverfügung bis zum 30. September

19.08.2022 - Kreis Holzminden

Wegen der anhaltenden Trockenheit hat der Landkreis eine Allgemeinverfügung erlassen, die die Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern einschränkt und die Gartenbewässerung tagsüber untersagt. Hintergrund ist, dass die Wasserstände von Gewässern in den letzten Monaten immer stärker gesunken sind. 

 

Von besonderer Tragweite ist das Verbot, seinen Garten in der Zeit von 10 bis 18 Uhr zu bewässern, weil es sehr viele Bürger betreffen könnte. Die Regelung ist folgt allerdings einer grundsätzlichen Abwägung, wie sinnvoll eine solche Bewässerung überhaupt ist. Denn durch die derzeitig große Hitze verdunstet das tagsüber auf Rasen oder Pflanzen Wasser ausgebrachte Wasser viel zu schnell. „Wir wollen niemandem das Wässern seines Gartens verbieten“, stellt Erste Kreisrätin Sarah Humburg den Sinn der Allgemeinverfügung klar, „wir müssen angesichts der extremen Trockenheit nur darauf achten, dass Wasser nur dann verbraucht wird, wenn es auch wirklich von Nutzen ist.“

 

Auch die Wasserentnahme aus Seen, Teichen, Flüssen oder Bächen mithilfe von Pumpen ist bis auf weiteres untersagt. Das war bisher noch im Rahmen des Eigentümer- und Anliegergebrauchs erlaubt. Doch auch hierbei erfordert die anhaltende Trockenheit Einschränkungen. Bis zum 30. September ist eine solche Entnahme generell verboten.      


Masernschutzgesetz: Meldungen übers niedersächsische Meldeportal erforderlich!

18.08.2022 - Kreis Holzminden

Die Coronaviren bleiben ein Thema, daneben spielt der Infektionsschutz auch für andere gefährliche Ansteckungskrankheiten eine wichtige Rolle. Zum Beispiel die Masern. Sie sind von der Weltgesundheitsorganisation WHO seit 2019 wieder zu einer Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. In Deutschland ist Anfang März 2020 ein entsprechendes Schutzgesetz in Kraft getreten, dass zumindest Personen, die in bestimmten Gemeinschaftseinrichtungen tätig oder untergebracht sind, nur in Ausnahmefällen nicht geimpft sein sollten. Bis zum 31.07.2022 mussten in diesen Einrichtungen grundsätzlich alle Betroffenen entweder einen Impfnachweis (Masernimpfung), einen Immunitätsnachweis oder ein ärztliches Zeugnis darüber, dass sie aufgrund medizinischer Gründe nicht gegen Masern geimpft werden können, vorlegen. Seit drei Wochen sind nun alle Einrichtungsleitungen verpflichtet, alle Personen ohne Nachweis beim Gesundheitsamt zu melden.

 

Zu den betroffenen Gemeinschaftseinrichtungen zählen unter anderem Kindertagesstätten und -pflege, Schulen, Krankenhäuser, Arztpraxen, Vorsorge- und Rehaeinrichtungen, Rettungsdienste oder Flüchtlingsunterkünfte. Das Gesundheitsamt macht darauf aufmerksam, dass die entsprechenden Meldungen der Einrichtungsleitungen ausschließlich über das Meldeportal „mebi-niedersachsen.de“ vorgenommen werden sollen. Eine direkte Meldung an das Gesundheitsamt per E-Mail oder auf dem Postweg ist nicht möglich und kann vom Gesundheitsamt nicht bearbeitet werden. 

 

Was aber bedeutet es überhaupt, einen ausreichenden Impfschutz zu haben? Ein ausreichender Impfschutz gegen Masern besteht, wenn ab der Vollendung des ersten Lebensjahres mindestens eine Schutzimpfung oder ab der Vollendung des zweiten Lebensjahres mindestens zwei Schutzimpfungen gegen Masern durchgeführt wurde/n. 

 

Kinder im ersten Lebensjahr und Menschen, die vor dem 31. Dezember 1970 geboren wurden, müssen keinen solchen Nachweis vorlegen. Bei Letzteren gehen Gesundheitsamt und Robert-Koch-Institut davon aus, dass sie die Masern aufgrund der hohen Ansteckungsgefährdung und des seinerzeit noch fehlenden Impfstoffs schon gehabt haben. 

 

Das Gesundheitsamt wird im nächsten Schritt die gemeldeten Personen anschreiben, um seinerseits die Nachweise anzufordern. Dabei macht das Amt auch ein Impfberatungsangebot. Sollten die erforderlichen Nachweise weiterhin nicht vorgelegt werden, folgt ein Bußgeldverfahren und bei Bedarf auch die Anordnung weiterer Maßnahmen. Die gemeldeten Personen können bis zum Abschluss des gesamten Verfahrens weiterhin in der jeweiligen Einrichtung tätig sein bzw. betreut oder untergebracht werden. 

 


Grillfeuer und sonstige offenen Feuer ab sofort verboten

15.08.2022 - Kreis Holzminden

Das Entzünden und Betreiben von Grillfeuer und sonstigen offenen Feuern im Wald, auf öffentlichen Flächen sowie auf Landwirtschafts- und Gartengrundstücken im Außenbereich (Wald- und Flurgemarkungen außerhalb der Siedlungsflächen, geschlossener Kleingartenanlagen der Kernstadt und den Vororten) wird hiermit aus Gründen des Brandschutzes untersagt.

Dies gilt auch für das Verbrennen pflanzlicher Abfälle. Darin enthalten ist ebenso das Verbot, brennende Streichhölzer oder Raucherwaren (Zigaretten, etc.) wegzuwerfen (Abbrennverbot).

Öffentliche oder öffentlich zugängliche Flächen sind insbesondere Wald- und Feldflächen, sowie Grünanlagen jeglicher Art.

Das Grillen in Gärten oder auf landwirtschaftlichen Grundstücken im Außenbereich sowie auf ausgewiesenen Grillplätzen ist ausschließlich auf den dafür vorgesehenen Grillstellen (wie z.B. betonierten Feuerstellen) oder durch Benutzung eines Gasgrills und unter Vorkehrungen der erforderlichen Brandschutzmaßnahmen (z.B.

Bereitstellung von Feuerlöscher/Löschwasser) sowie unter Aufsicht einer geeigneten Person erlaubt.

Feuerwerkskörper, Leuchtkugeln, Rauchpulver, Rauchbomben oder andere pyrotechnische Gegenstände dürfen nicht verschossen oder gezündet werden.

Ausgenommen sind genehmigte gewerbliche Feuerwerke.

Der räumliche Geltungsbereich der Allgemeinverfügung umfasst das gesamte Gebiet des Landkreises Holzminden.


Gesundheitsamt ändert Coronasystematik

25.07.2022 - Kreis Holzminden

Die Infektionszahlen in der Pandemie sind weiterhin hoch, gerade deswegen müssen sich die Vorzeichen für den Umgang mit der Verbreitung durch die Behörden ändern. Der Landkreis Holzminden hat deshalb seine internen Abläufe rund um die Pandemie noch einmal gestrafft, um sich mit dem vorhandenen Personalbestand auf eine kommende Welle ab Herbst vorzubereiten.

 

„Wir haben einige Änderungen vorgenommen, die am Ende auch den Infizierten helfen, schneller ihren behördlichen Verpflichtungen nachzukommen“, sagt Stefanie Ahlborn, Gesundheitsdezernentin des Landkreises Holzminden. Künftig soll der gesamte Meldeprozess einfach digital erledigt werden. 

 

Weiterhin gilt, dass wer mit einem PCR-Test positiv getestet wurde, sich für mindestens fünf Tage isolieren muss. Seiner Meldepflicht kommt die betroffene Person künftig jedoch nur noch mithilfe des Kontaktformulars auf der Coronaseite des Landkreises Holzminden nach. „Das Kontaktformular haben wir schon länger, wir stellen jetzt nur vollständig und ausschließlich darauf um“, erklärt Ahlborn. Ein persönlicher Kontakt mit dem Gesundheitsamt erübrigt sich damit. 

 

Jedoch sollte das Formular nur ausfüllen, wer einen PCR-Test hat. Wessen Schnelltest positiv ausgefallen ist, muss erst einen PCR-Test machen lassen und bei gleichbleibend positivem Befund dann das Kontaktformular auf der Internetseite des Landkreises ausfüllen. 

 

Andersherum ruft das Gesundheitsamt die positiv Getesteten auch nicht mehr an, die telefonische Kontaktaufnahme wird eingestellt. Dafür erhalten alle Betroffenen ein Informationsschreiben des Gesundheitsamtes, in dem erklärt ist, was sie tun müssen. Die gleichen Informationen sind auch auf der Homepage des Landkreises zu finden.    

 

Auch Quarantänebescheide erstellt das Gesundheitsamt nicht mehr. Wer eine Bescheinigung beispielsweise für seinen Arbeitgeber benötigt, muss sie nach Ende der Absonderung ebenfalls über die Homepage des Landkreises elektronisch beantragen. Das Gesundheitsamt stellt diese dann nach Prüfung aus und schickt sie zu. 

 

Wer schließlich einen Genesenennachweis benötigt, kann den über den negativen PCR-Test bekommen, allerdings nicht vom Gesundheitsamt. Entsprechende Nachweise werden in der Regel von allen Apotheken erstellt, diese digitalisieren den Test.

 


Landrat wird Kreisvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge 

13.07.2022 - Kreis Holzminden

Landrat Michael Schünemann ist neuer Kreisvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Er tritt damit die Nachfolge der ehemaligen Landrätin Angela Schürzeberg an, die dieses Amt noch bis zum Ende des dafür vorgenommenen Zeitraumes innehatte. Dina Stollwerck-Bauer, die neben ihrer Tätigkeit als Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Leine-Weser auch Bezirksvorsitzende des Volksbundes ist, beglückwünschte Schünemann zu dessen Ernennung im Kreishaus. Zusammen mit dem Geschäftsführer des Bezirksverbandes, Henrik Berthold, übergab sie dem Landrat die Ernennungsurkunde und einen Blumenstrauß.    

 

Für Michael Schünemann ist der Kreisvorsitz nicht die erste Berührung mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Schon vor seiner Amtszeit als Landrat hatte er an den turnusmäßigen Sammlungen im Spätherbst aktiv teilgenommen und die Arbeit des Bundes unterstützt.   

 

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist vor über 100 Jahren für die Erhaltung und Pflege von Gräbern der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gegründet worden. Mittlerweile pflegt die Kriegsgräberfürsorge nicht nur Ruhe- und Gedenkstätten von Soldatinnen und Soldaten, sondern auch von anderen Opfergruppen, also etwas von Bombenopfern, Opfer der Shoah und anderer Verfolgter auf 832 Friedhöfen in 46 Ländern. Darüber hinaus hilft sie Angehörigen bei der Gräbersuche und gestaltet Kriegsgräberstätten zu Lernorten der Geschichte um.

 


Evrim Balik von der AWH transportiert die eingesammelten Müllsäcke zur Entsorgungsstelle
Evrim Balik von der AWH transportiert die eingesammelten Müllsäcke zur Entsorgungsstelle

515 Säcke Müll aus Wald und Flur herausgeholt 

07.07.2022 - Kreis Holzminden

AWH-Aktion Saubere Landschaft: 2022 erfolgreicher als je zuvor

Auch in diesem Frühjahr hatte die Abfallwirtschaft des Landkreises Holzminden (AWH) wieder zur Aktion Saubere Landschaft aufgerufen. Bei der Aktion sammeln jedes Jahr Mitglieder von Vereinen, Schulen, Dorfgemeinschaften oder Feuerwehren ehrenamtlich wilden Müll in Wald und Flur. Dem Aufruf in diesem Jahr sind besonders viele Freiwillige gefolgt. 

Nach zwei Corona-Jahren mit schwacher Beteiligung haben diesmal insgesamt 1.171 Personen aus 46 Organisationen mitgeholfen, den Müll, den unachtsame Zeitgenossen in der Landschaft hinterlassen haben, einzusammeln. Ein neuer Rekord. Waren in Vor-Corona-Zeiten im Jahr 2018 noch 762 Menschen in 28 Gruppen unterwegs, so stieg die Zahl 2019 auf 813 Teilnehmende aus 31 Organisationen. Die Pandemie unterbrach diesen Aufwärtstrend. In beiden Coronajahren beteiligten sich nicht einmal mehr ein Drittel der Freiwilligen aus den Vorjahren.

Doch mit dem Abebben der fünften Welle und den zunehmenden Lockerungen hat auch die Bereitschaft, die Natur von überflüssigen Hinterlassenschaften unachtsamer Zeitgenoss*innen zu befreien, wieder deutlich zugenommen. Mit Hilfe von über 1.000 Freiwilligen konnten im Landkreis Holzminden insgesamt 8,17  Tonnen Müll eingesammelt werden. Das ergab 515 prall befüllte Säcke Müll und auch das ein neuer, leider negativer Rekord, 75  Autoreifen. 

Die Aktion Saubere Landschaft wird von der AWH unterstützt. Sie stellt den sammelnden Freiwilligen Müllsäcke zur Verfügung und organisiert die Abholung und Entsorgung des gesammelten Mülls. Für jeden Teilnehmer zahlt die AWH als Aufmerksamkeit drei Euro.

Vielen Gruppen hat das Sammeln soviel Spaß gemacht, dass sie auch im nächsten Jahr wieder dabei sein wollen. Die Anmeldeunterlagen stehen ab Ende Januar 2023 auf der Website www.awh-holzminden.de zum Download bereit.

Die AWH dankt allen Teilnehmern für ihren Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit.

 


Stefanie Ahlborn wird neue Gesundheits- und Sozialdezernentin im Landkreis

22.06.2022 - Landkreis Holzminden

Stefanie Ahlborn wird ab Anfang Juli neue Gesundheits- und Sozialdezernentin des Landkreises Holzminden. Die 48-jährige Diplom-Verwaltungsfachwirtin ersetzt damit die Ende März nach Göttingen gewechselte Anja Krause. Ahlborn kommt aus Bovenden und bringt fast hat fast 30 Jahre lang Verwaltungserfahrung, darunter auch über ein Jahrzehnt Führungserfahrung aus der Stadt Göttingen mit.

„Wir sind froh, dass wir mit diesem Ringtausch die Position wieder schnell und kompetent besetzen konnten“, freut Landrat Michael Schünemann sich. Stefanie Ahlborn hatte sich im nicht-öffentlichen Teil des Kreistages am 13. Juni in Delligsen bereits den Abgeordneten vorgestellt.

Die neue Gesundheits- und Sozialdezernentin hat in der Stadt Göttingen seit 2010 vier Jahre lang im Fachbereich Personal und Organisation als e-Government-Koordinatorin etliche Projekte und Projektgruppen mit Bedeutung für die Gesamtverwaltung mit organisiert und begleitet, bevor sie von 2015 bis 2018 als persönliche Referentin des Göttinger Oberbürgermeisters und stellvertretende Pressesprecherin maßgeblich mit für die konzeptionelle Ausrichtung der Stadt und deren Außendarstellung mit verantwortlich gewesen ist. In den darauffolgenden Jahren hatte sie dann im Personalbereich Prozessoptimierungen mit gesteuert und war schließlich ab Ende 2021 auch als Gesundheitsamtsleiterin kommissarisch eingesetzt gewesen.

„Ich freue mich auf meine künftigen Aufgaben und blicke neugierig auf die strukturellen Herausforderungen, die ein ländlich geprägter Landkreis mit sich bringt“, erklärte Stefanie Ahlborn nach dem Kreistag. Im Fokus der Öffentlichkeit liege für sie momentan der Bereich des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Dort böten Bund und Land derzeit den Raum, strategische Ansätze neu zu denken. „Dort innovative Ideen zu entwickeln und mit den Kollegen und Kolleginnen umzusetzen wird eine meiner Kernaufgaben sein“, betonte sie.


Wolfgang Heidebrecht
Wolfgang Heidebrecht

„Alleingelassen und undurchdacht“  

VdK kritisiert Inflationsbekämpfung und Entlastungspakete der Politik als unsozial

07.06.2022 -Lauenförde/Kreis Holzminden

Ein Besuch im Supermarkt treibt den Menschen aktuell Schweißperlen auf die Stirn: Selbst bei den einfachsten Grundnahrungsmitteln explodieren die Preise, von den Energiekosten ganz zu schweigen. Und echte Entlastung von Seiten der Politik ist bislang kaum zu spüren. Der Sozialverband VdK Kreisverband Holzminden kritisiert die politische Bekämpfung der Inflation als unzureichend und nennt die bislang geschnürten Entlastungspakete unsozial.

Aktuell liegt die Inflationsrate in Niedersachsen bei 7,6 Prozent. Die hohen Verbraucherpreise könnten von den beschlossenen Entlastungsleistungen aber nicht wirklich abgefangen werden, erklärt der VdK. 

 

„Uns erreichen täglich Anrufe von Menschen, die nicht mehr wissen, wie sie mit ihrem Geld über die Runden kommen sollen, und sich mit ihren Sorgen von der Politik alleingelassen fühlen. Wenn die Preissteigerungen schon Menschen mit mittleren Einkommen an ihre Belastungsgrenze bringen, wie geht es dann erst der Rentnerin oder dem Grundsicherungsempfänger, die schon vorher jeden Euro zweimal umdrehen mussten?“, warnt Kreisvorsitzender Wolfgang Heidebrecht. „Die Entlastungspakete greifen viel zu kurz und wurden nach dem berühmt-berüchtigten Gießkannenprinzip verteilt. Am stärksten betroffen sind einkommensschwache Haushalte – für sie muss es ganz gezielte Entlastungen geben, wie eine Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel und Medikamente.“ Auch die Grundsicherung müsse in diesem Schritt endlich angepasst werden, meint Heidebrecht: „Sie ist in einer Zeit der Niedrigpreise und an den Bedarfen eines gesunden jungen Mannes von 30 Jahren errechnet worden. Diese Vorstellung ist absolut überholt, wir brauchen eine unverzügliche Erhöhung der Regelsätze auf 600 Euro im Monat und danach eine Anpassung an die jährlichen Preissteigerungen.“ 

 

Der VdK Kreisverband Holzminden unterstützt in diesem Zuge ausdrücklich die Forderung von Ministerpräsident Stephan Weil, in einem nachgebesserten Entlastungspaket endlich auch Rentnerinnen und Rentner einzubeziehen. Es dürfe nicht sein, dass diese große Personengruppe bei den bisherigen Überlegungen völlig außer Acht gelassen wurde – zumal gerade in den letzten Jahren die Altersarmut in Niedersachsen überdurchschnittlich stark angestiegen ist auf 17,9 Prozent.

Um den sozialen Frieden im Land zu wahren und den Menschen wirkliche Unterstützung zu bieten, reichten die beschlossenen Leistungen bei Weitem nicht aus, kritisiert der Verband. „Wir werden auch weiterhin am Ball bleiben und echte Entlastungen einfordern. Wir rufen deshalb auch die Bundesländer Niedersachsen und Bremen dazu auf, sich auf Bundesebene für tatsächliche und zielgenaue Verbesserungen einzusetzen!“, erklärt Kreisvorsitzender Wolfgang Heidebrecht. 

 


Wegränder und Feldsäume erst spät im Jahr mähen

03.06.2022 - Kreis Holzminden

Die Untere Naturschutzbehörde appelliert an Landwirte, 

Feldmarkinteressentschaften und Kommunen Feldsäume und Wegränder nicht im 

Frühsommer und möglichst unter Berücksichtigung des Schutzes von Insekten zu pflegen.

Wegränder und Feldsäume sind ein bedeutender Bestandteil unserer 

Kulturlandschaft. Sie ziehen sich wie ein Netz durch unsere Landschaft und bilden 

daher für verschiedenste Tierarten wichtige Verbindungswege zwischen ihren 

Habitaten. Zudem sind diese Saumstrukturen selbst Lebensraum und 

Nahrungsquelle für viele Insekten und Kleinsäuger. Auch finden hier Feldhasen, 

Vögel und andere Tiere einen Rückzugsraum, wenn angrenzende Wiesen gemäht 

und Felder abgeerntet werden. Nicht zuletzt sind insbesondere blütenreiche Säume 

auch für uns Menschen schön anzusehen.

Leider sind heute viele Säume sehr artenarm und nur wenig blütenreich, sodass diese hauptsächlich aus Gräsern und Brennnesseln bestehen – ein Resultat aus zu vielen Nährstoffen und zu häufigem Mähen bzw. Mulchen. Damit sich die Tierwelt ausreichend entwickeln kann und auch die Blühpflanzen Samen ausbilden können, sollten   Wegränder   und   Feldsäume   nur   einmalig   spät   im   Jahr,   etwa September/Oktober, gemäht werden. Wichtig ist auch, dass die Wegränder nicht gleichzeitig mit den umliegenden Grünland- und Ackerflächen gemäht werden, denn dann kommt ihnen als Rückzugsraum und Nahrungsquelle eine erhöhte Bedeutung zu.

Auch spät im Jahr sollten nicht beide Wegseiten gleichzeitig, sondern in einem  Abstand von ca. 3 Wochen gemäht werden. Insbesondere bei längeren Strecken  empfiehlt sich ein abschnittsweises Arbeiten. Balken- oder Kreiselmäher ohne  Aufbereiter sind deutlich schonender für Insekten und daher einem Schlegelmäher  vorzuziehen. Zudem verhindert eine Schnitthöhe von 10-15 cm und ein geringes  Tempo, dass Insekten und Kleintiere geschreddert werden. Von Vorteil ist es  ebenfalls, wenn das Mahdgut nach ein bis zwei Tagen abgeräumt wird. Hierdurch  können sich Blühpflanzen versamen, gleichzeitig werden der Fläche Nährstoffe  entzogen.

Weitere Informationen zur insektenfreundlichen Saumpflege können einem Flyer  entnommen werden, der unter https://www.landkreis-holzminden.de/umwelt-und-abfall/naturschutz/ im Reiter „Antragsformulare und Informationsmaterial“ zum  Download zur Verfügung steht. Konkrete Fragen zur Pflege von Wegrändern und  Feldsäumen können gerne an die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises  Holzminden gerichtet werden:

Michael Buschmann,

Tel.: 05531/707-225,

E-Mail: naturschutz@landkreis-holzminden.de


VOLLSPERRUNG AB DEM 7. JUNI

B 241: Erneuerung der Fahrbahndecke zwischen Lauenförde und Schönhagen

27.05.2022 - Lauenförde/Schönhagen

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Gandersheim, plant, vom 7. Juni bis Mitte August die Fahrbahndecke der B 241 zwischen Lauenförde (Landkreis Holzminden) und Schönhagen zu erneuern. Die Bauarbeiten werden etwa drei Monate in Anspruch nehmen.

 

Die Bauarbeiten erfolgen in zwei Bauphasen und können nur unter Vollsperrung der betreffenden Streckenabschnitte durchgeführt werden.

 

Die Umleitung für beide Bauphasen führt ab Beverungen auf der B 83 und B 64 entlang der Weser nach Holzminden und anschließend über die B 497 in Richtung Uslar nach Schönhagen. Die Umleitungsstrecke gilt auch in Gegenrichtung von Schönhagen nach Lauenförde.

 

In der ersten Bauphase wird vom 7. Juni bis etwa 10. Juli die Teilstrecke ab der Kreisgrenze bei Lauenförde bis zur Ortsmitte Amelith saniert. In der Zeit sind die Ortschaften Amelith und Bodenfelde weiterhin über die B 241 von und nach Schönhagen erreichbar.

 

In der zweiten Bauphase wird dann die B 241 auf der Teilstrecke Schönhagen bis Amelith voll gesperrt. Während der Sperrung sind Amelith und Bodenfelde für LKW nur von Lauenförde erreichbar. PKW von/nach Uslar können alternativ die K 449 über Wiensen nutzen. Die Kreis- und Landesstraßen südlich von Uslar nach Bodenfelde sind wegen bestehender Engstellen für LKW nicht passierbar.

 

Die Baukosten der Maßnahme betragen rund 3,29 Millionen Euro und werden vom Bund getragen.

 

Aufgrund der zu erwartenden Verkehrsbehinderungen bittet die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner um Verständnis.


Westfalen Weser-Fahrzeug digitalisiert Straßen 

25.05.2022 -  Samtgemeinde Boffzen

Der kommunale Infrastrukturdienstleister Westfalen Weser nutzt jetzt in der Samtgemeinde Boffzen ein neues Verfahren, das beispielsweise Informationen über Straßenzustände mit dem Auto erfasst und digitalisiert. Zukünftig ist es möglich, vom Schreibtisch aus, Bilder über das neue System der digitalen Straßenerfassung einzusehen, und zwar „vermessungstauglich“.

„Wir erfassen mit einem speziell ausgerüsteten PKW Straßen sowie ihre unmittelbare Umgebung dreidimensional und das Bildmaterial ist vermessungstauglich. Dabei beachten wir ganz genau die Datensicherheit und die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)“, versichert WW-Produktmanagerin Juliane Wiesbrock. Während der Fahrt mit GeoScan durch die Ortschaften entstehen hochaufgelöste Panoramabilder, die Straßenzustände, Flächenmaße und lokale Gegebenheiten deutlich zeigen. So können die Bearbeiter*innen nach der Fahrt am Schreibtisch, Umgebungen realitätsgetreu visualisieren, vermessen und Planungen durchführen. 

Smarte Fahrten starten

Ab 01.06.2022, fährt ein Fahrzeug von Westfalen Weser die Straßen der Samtgemeinde Boffzen ab. Der Kamerawagen verfügt über umfangreiche Technik. Sind alle Straßen erfasst, stehen die Aufnahmen bei Westfalen Weser zur Verfügung und können für Planungen und Berechnungen herangezogen werden. 

Datenschutz hat höchste Priorität

Die Aufnahmen werden nicht frei zugänglich sein. Datenschutz und Persönlichkeitsrechte sind gemäß der DSGVO jederzeit gewahrt. Zufällig aufgenommene Gesichter und KfZ-Kennzeichen werden unkenntlich gemacht. Weitere Hinweise zum Datenschutz finden Interessierte auf der Website von Westfalen Weser „westfalenweser.com“ unter Produkte/Kommune/Geoscan. Dort ist auch ein „Befahrungskalender“ hinterlegt, in dem aufgelistet ist, wann in welcher Kommune das GeoScan-Fahrzeug von Westfalen Weser unterwegs ist.

 


Gelbe Tonnen ersetzen die Gelben Säcke

25.05.2022 - Kreis Holzminden

Die Gelbe Tonne kommt. Mit großer Mehrheit hat der Kreistag des Landkreises Holzminden im Dezember 2021 für deren Einführung zur Sammlung von Leichtverpackungen (LVP) gestimmt, ab Januar 2023 soll sie überall im Landkreis eingesetzt werden. Vorausgegangen waren intensive Beratungen in den politischen Gremien, bei denen die Vor- und Nachteile des herkömmlichen Sammelsystems mit dem gelben Sack und der gelben Tonne abgewogen worden sind. Doch was genau bedeutet das für die Bürger*innen und Bürger in der Umsetzung?

 

Genauere Details dazu werden wohl erst ab August deutlich, wenn ein entsprechender Dienstleister für die Abwicklung gefunden ist.  

Eigentlich ist die Sammlung von sogenannten Leichtverpackungen, also etwa Plastikverpackungen und Dosen ein privatwirtschaftlich organisertes Rücknahmesystem der Dualen Systeme. Zwar sind die kommunalen Entsorger ganz grundsätzlich für die Abfallentsorgung zuständig. Anders jedoch als bei Rest-, Bio- oder Sperrmüll hat der Gesetzgeber schon seit über 30 Jahren die Hersteller von Leichtverpackungen dazu verpflichtet, sich um die Entsorgung zu kümmern. Die gründeten darum das Duale System, das heute wiederum verschiedene Betreiber mit der Entsorgung beauftragt. Gewöhnlich wurden dafür bisher gelbe Säcke eingesetzt.  

Seit dem Inkrafttreten des Verpackungsgesetzes im Januar 2019 haben Kommunen und Landkreise jedoch stärker die Möglichkeit, Einfluss auf die Art des Sammelsystems zu nehmen. Aus diesem Grund hat der Kreistag die Umstellung auf gelbe Tonnen beschlossen. Der Landkreis Holzminden steht mit seiner Entscheidung nicht allein. Die Umstellung auf Tonnen wurde schon in vielen anderen Kommunen vollzogen. Wesentlicher Grund dafür war überall eigentlich immer, dass die Säcke zunehmend für andere Müllsorten zweckentfremdet wurden. Auch gab es bundesweit Diskussionen über Qualität, Beschaffung und Lagerungssicherheit bei der Abholung. Tatsächlich legen vom Umweltbundesamt Forschungsergebnisse nahe, dass mit Einführung der gelben Tonne weniger Verpackungsmüll anfällt als mit den gelben Säcken.

Doch wie geht es jetzt weiter im Landkreis Holzminden? Zur Umsetzung des Kreistagsbeschlusses hat die AWH gegenüber den Dualen Systemen eine Rahmenvorgabe erlassen, in der die Einführung der gelben Tonnen zum Jahresbeginn 2023 gefordert wird. Wie bisher, soll die Sammlung weiterhin alle vier Wochen erfolgen. Aber anstelle von gelben Säcken müssen dann gelbe Tonnen in den Größen von 120, 240 und 1.100 Liter eingesetzt werden.

Grundlage für die Größe und die Anzahl der gelben Tonnen je Haushalt bzw. Grundstück sind Daten der Einwohnermeldeämter. Diese Daten bilden dann zusammen mit einem Erfahrungswert der Dualen Systeme, der bei etwa 60 Litern an Leichtverpackungen pro Person in vier Wochen liegt, die Basis für die Bemessung der Tonnengröße.

Wie konkret der beauftragte Entsorger das am Ende gestaltet, wird man sehen. Die Dualen Systeme haben derzeit über ein zentrales Internetportal die bundesweit neu zu vergebenden Entsorgungsleistungen und damit auch den Auftrag für die im Landkreis Holzminden zu sammelnden Leichtverpackungen für den Zeitraum 2023 bis 2025 ausgeschrieben. In den nächsten zwei Monaten haben mögliche Anbieter die Gelegenheit, dafür ein Angebot abzugeben. Mit einer Auftragsvergabe durch die Dualen Systeme ist Ende Juli bzw. Anfang August 2022 zu rechnen. Sobald der Auftragnehmer für den Landkreis Holzminden feststeht, wird die AWH nähere Informationen bekommen und über die Details berichten.

 


Wiederbelebung geglückt: Präventionsrat will wieder gemeinsame Ziele setzen

23.05.2022 - Kreis Holzminden

Jahrelang war für den Präventionsrat des Landkreises Holzminden Stillstand angesagt. Das Gremium, bestehend aus Experten von Kommunen, Ordnungsbehörden und sozialen Einrichtungen war vor 17 Jahren gegründet worden, um im Schulterschluss Sucht-, Gewalt- und Kriminalitätsdelikten vorzubeugen und Lösungen für Brennpunktprobleme im Landkreis zu suchen. Doch während in der Folge manche Samtgemeinden sehr aktiv wurden, ließen anderen das Thema liegen. Und auch zwischen den beiden Initiatoren, der Stadt Holzminden und dem Landkreis, stockte das Gespräch. Doch jetzt glückte ein neuer Anlauf: Im Ratssitzungssaal der Stadt wurde das wichtige Projekt gemeinsam wiederbelebt.    

 

Landrat Michael Schünemann und Holzmindens Bürgermeister Christian Belke waren sich nach der Wahl des letzteren schnell einig gewesen, dass dem 2006 gegründeten Präventionsrat dringend wieder Leben eingehaucht werden müsste. Der Rat hatte zuletzt vor längerer Zeit getagt. Seine grundlegende Idee, Ansätze und Vorgehensweisen einzelner Kommunen und Institutionen so miteinander zu koordinieren, dass flächendeckend eine erfolgreiche gemeinsame Strategie entsteht, war zuletzt immer schwieriger geworden. Von der Notwendigkeit, einen solchen Rat zu pflegen, blieben indessen alle Beteiligten überzeugt. Dementsprechend war es für den Landkreis kein Problem, Institutionen wie etwa die Opferhilfe des Weißen Ringes, die Suchthilfe STEP oder die Familienberatung profamilia zusammen mit kommunalen Vertretern, den Jugendämtern und der Polizei wieder an einen Tisch zu holen.  

 

Alle Teilnehmenden begrüßten die Wiederbelebung des Präventionsrates. Um sich nicht mit aufwändigen Formalien aufzuhalten, waren sich alle Anwesenden einig, dass an der ursprünglichen Konstruktion des Präventionsrates erst einmal festgehalten werden solle. Als Vorsitzender für die ersten zwei Jahre wurde Christian Belke einstimmig gewählt, seine Stellvertretung übernimmt Michael Schünemann. Auch wurden wieder regelmäßige Treffen mehrmals im Jahr vereinbart. Welche genauen Schwerpunktziele angegangen werden sollen, ist Thema des nächsten Treffens. Einbezogen werden sollen dabei dann künftig auch noch weitere soziale Institutionen sowie Vertreter der Jugend, des Senioren- und des Migrationsrates.   

 


v.l. Landrat MIchael Schünemann, Inger Schaper (Stadtmarketing), Dr. Linda Hartmann (Gebäudemanagement und Klimaschutz beim landkreis Holzminden) und Ann-Kathrin Otte (Stadtmarketing Holzminden) werben fürs Stadtradeln
v.l. Landrat MIchael Schünemann, Inger Schaper (Stadtmarketing), Dr. Linda Hartmann (Gebäudemanagement und Klimaschutz beim landkreis Holzminden) und Ann-Kathrin Otte (Stadtmarketing Holzminden) werben fürs Stadtradeln

STADTRADELN – Ab aufs Rad, dein Weg zum Klimaschutz
Der Landkreis Holzminden nimmt vom 12.06. – 02.07.2022 an der internationalen Kampagne STADTRADELN des Klima-Bündnis teil.
17.05.2022 - Kreis Holzminden
Ein Landkreis, sechs Gemeinden/ Flecken, ein Ziel - die Menschen aufs Rad bringen. Der Landkreis Holzminden Bereich Kreisentwicklung/Wirtschaftsförderung und die Stadtmarketing Holzminden GmbH holen dieses Jahr zum zweiten Mal das STADTRADELN nach Holzminden und zum ersten Mal in Zusammenarbeit mit allen Gemeinden in den gesamten Landkreis! Jeder der im Kreis Holzminden wohnt, arbeitet, zur Schule geht oder studiert, kann mitmachen.
21 Tage lang heißt es dann für den Klimaschutz und eine lebenswerte Kommune in die Pedale treten. STADTRADELN ist eine internationale Kampagne des Klima-Bündnis! Ziel ist es, dass mit dem Fahrrad Kilometer für das eigene Team und die Kommune gesammelt werden und möglichst alle Alltagswege mit dem Rad zurückgelegt werden. Egal ob beruflich oder privat – Hauptsache CO2-frei unterwegs. Dafür registriert man sich auf www.stadtradeln.de/landkreis-holzminden für seine Gemeinde im Landkreis und tritt einem Team bei oder gründet ein eigenes. Danach wird losgeradelt und die Radkilometer einfach online eingetragen oder per STADTRADELN-App getrackt. In beispielsweise Firmen, Schulen und Vereinen kann daraus ein richtiger Wettbewerb entstehen.
Mitmachen lohnt sich, denn attraktive Preise und Auszeichnungen winken. Zum einen akquirieren die kommunalen Veranstalter verschiedenste Preise und auch der bundesweite Initiator Klima-Bündnis zeigt sich spendabel.
Der dreiwöchige Aktionszeitraum geht vom 12. Juni bis zum 02. Juli 2022. Die Kampagne startet mit einer Auftaktveranstaltung in der Holzmindener Innenstadt. Am Sonntag, den 12. Juni kann man sich im Rahmen eines verkaufsoffenen Sonntags vielfältig zum Thema Mobilität und Klimaschutz informieren.
Parallel zum Stadtradeln findet an diesem Sonntag das Straßenfest „Neue Straße – Die Straße als Lebensraum“ statt. Dafür wird die Neue Straße für den Verkehr gesperrt. Viele Anlieger beteiligen sich und bieten zusammen mit dem Initiator, der Bürgerinitiative Nachhaltige Mobilität,  ein buntes Rahmenprogramm.
Außerdem werden im Juni, begleitend zur Kampagne, informative Vorträge angeboten. Die Themen sind sehr breit gefächert von Bikeleasing, über Photovoltaik in Zusammenspiel mit E-Mobilität bis hin zu Energiebeschaffung kann man sich kostenfrei informieren. Die Termine und weitere Informationen finden Sie unter www.stadtradeln.de/landkreis-holzminden.
Beim großen Innenstadtflohmarkt am 09. und 10. Juli werden dann im Rahmen einer Abschlussveranstaltung die fleißigen und besten Teilnehmer geehrt und mit Preisen belohnt.
Wie Sie sehen - mitmachen lohnt sich! Seien Sie dabei und leisten Sie aktiv Ihren persönlichen Beitrag zum Klimaschutz!
Bei Fragen oder Anregungen schreiben Sie gerne eine E-Mail an stadtradeln@stadtmarketing-holzminden.de


Kreisverwaltung am 16.05. vormittags geschlossen

13.05.2022 - Landkreis Holzminden

Am Montag, den 16.05.2022 bleibt die Kreisverwaltung aus innerbetrieblichen Gründen am Vormittag bis 14 Uhr geschlossen. Die Schließung betrifft die gesamte Kreisverwaltung einschließlich aller Außenstellen. Das Straßenverkehrsamt ist nur eingeschränkt ausschließlich für gebuchte Onlinetermine besetzt.

 

Nicht betroffen von der Schließung sind die Abfallwirtschaft und die Kreisvolkshochschule. Auch die Poller Fähre erhält ihren Betrieb aufrecht.  

 

In Fällen von Kindeswohlgefährdung ist ein Bereitschaftsdienst eingerichtet, Notrufe nimmt die Polizei Holzminden unter der Telefonnummer 0 55 31 – 9 58-0 entgegen. 

 

Bei Notfällen im Bereich Gesundheits- und Verbraucherschutz oder der Tiergesundheit können die im örtlichen Telefonbuch für Notfälle abgedruckten Telefonnummern weiter in Anspruch genommen werden.

Ab 14 Uhr stehen dann allen Bürgerinnen und Bürgern die Serviceeinrichtungen des Landkreises wieder uneingeschränkt zur Verfügung. 


Es sind noch Plätze frei!

Ferienfreizeiten des Landkreises Holzminden 

12.05.2022 - Landkreis Holzminden

 

Für die Ferienfreizeiten nach Scharbeutz und Lauterbach sind noch Plätze frei! Dank der Förderpakete „Aufholen nach Corona“ des Bundes und „Startklar in die Zukunft“ des Landes Niedersachsen kann die Kreisjugendpflege die Fahrten in diesem Jahr einmalig für nur 100 Euro pro Person anbieten:

 

Die Jugendfreizeit für die 13-18-Jährigen geht vom 16. bis 24.07.2022 für neun Tage nach Scharbeutz. Dort sind Sonne, Strand und Meer satt mit Tagesausflügen u.a. in den Hansapark garantiert. 

 

Die Kinderfreizeit für die 8-13-Jährigen vom 07. bis 16.08.2022 geht zehn Tage nach Lauterbach. Die Kinder erwarten dort viele Ausflüge, u.a. ins Planetarium, in die Greifvogelwarte, in den Freizeitpark Taunus Wunderland sowie mit allerlei Spiel- und Spaßangeboten.

 

Anmelden können Eltern ihre Kinder auf der Webseite des Landkreises (www.landkreis-holzminden.de) in der Rubrik „Jugend, Familie, Bildung“ unter „Kreisjugendpflege“. Für sonstige Fragen, Wünsche und Anregungen ist die Kreisjugendpflege unter Tel.: 0 55 31 / 707-431 und 0 55 31 / 707-320 oder über kreisjugendpflege@landkreis-holzminden.de zu erreichen.  



© OrtsAnsichtenLauenförde 2010 - 2022