Lauenförder Originale


Piene Tante                                    August Helling         Dorfschäfer Hellwig Koch                "Fliege"                  Friedrich Friedrichs – genannt KULI


Bisher eingegangene Vorschläge:

1 Stellmacher August Helling

2 Dorfschäfer Koch

3 Fliege

4 Erna Knoke

5 Knüppel`s Albert

6 Erfinder-August ( August Brinkmeier)

7 Friedrich Pieper (genannt Possel)

8 Der alte Deutsche (wohnte auf der Hundebreite)

Der "Alte Deutsche" hieß von Hause aus eigentlich Adolf Steingrebe, war der Großvater von Rudi Herbold und wohnte in der Hundebreite. Da er ein großer kräftiger Mann war, sagten die Leute früher "ein echter Deutscher"!
Im laufe der Zeit wandelte sich der Ausdruck "ein echter Deutscher" und man nannte Ihn ..."der alte Deutsche". Bis zu seinem Lebensende arbeitete der "Alte Deutsche" auf der Herlag am Gatter und war dort Vorarbeiter! (Recherche R. Behler)

Der Vater des "Alten Deutsche" war Carl Steingrebe (* 26.08.1849) . Dieser war bei den "Lange Kerls" der Potsdamer ( mindestens 6 preußische Fuß - knapp unter 1,90 m). Sein Sohn Adolf muss dementsprechend in seiner Jugend aufgetreten sein und aus diesem Grunde - vielleicht auch weil man seinen Vater ebenso nannte- wird man ihn später auch als der "Alte Deutsche" bezeichnet haben. (Ergänzung Rudi Steingrebe)

9 Unternehmer-Harry (Harry Lange, Unter Straße)

10 Plattschüppen-Karl (Karl Meier, Siekstraße / zur Stolle)

11 Eggers-Muckel (Gerd Eggers, DJ6GP, Meintestraße)

12 Günthers Heinrich mit seinem Pferdewagen und dem Pferd Liese

Geboren in Hannover, in den zwanziger Jahren soll er in Hannover geboxt haben und beim damaligen Postamt 1 beschäftigt gewesen sein. In der Zeit nach dem 1. WK hat es ihn dann nach Lauenförde verschlagen, wo er als Knecht auf einem Hof gedient hatte und die Tochter des Hauses geheiratet haben soll. Hat lange Zeit mit seinem Pferd LIESE für die Herlag Abfälle gefahren, zeitweise hatte er zwei Pferde als Gespann. Vermutlich identisch mit dem "Windmüller". (Recherche R. Behler)


13 Die "Wilde Grethe" (Peinemann)

14 Frisör Wienecke

15 Ohm´s Katz-Katz

Hat auf dem Dorfplatz einen Laden gehabt haben, in dem einzelstehenden Fachwerkhaus (das Ohmsche Haus). Wie er zu dem Namen Katz-Katz ist noch nicht geklärt, er hat jedoch in "grauer" Vorzeit einen Spruch getan: "Und wenn ich nichts mehr zu verkaufen habe, hänge ich meinen Arsch zum Fenster raus, dann wissen die Leute...hier gibt´s Eier-Wurst und Schinken." (Recherche R. Behler)

Ergänzung: Diesen Spruch hat Ohm auf einem Sängerfest oder Sportfest in einem angesäuseltem Zustand von sich gegeben. Grund: Die größer werdenden anderen Lebensmittelgeschäften in Lauenförde wurden zu einer harten Konkurenz. So die Aussage einer 89 Jahre "jungen" Frau aus Lauenförde vom 14.9.2012. Der Name ist uns bekannt.

16 Windmüller (Hundebreite)

17 Piene Tante

Wenn es ein Lauenförder Original gab, dann Piene Tante, als Dorfhebamme hat sie so manchem Lauenförder auf die Welt geholfen, mein verstorbener Bruder Erwin und auch ich wurden von ihr ans Licht gezerrt, sie hatte auch einige "Kunden" wo Sie drei Generationen geholt hat. Piene Tante war der Inbegriff einer verantwortungsvollen Hebamme.- Reiner Behler

18 Asse Freich, angestellt bei Oberamtmann Frankenberg als Kutscher 

19 Busch Otto

Busch Otto (eigentlich Otto Busch), wohnte bis zu seinem Tode in der Birkenstraße und war von Beruf Friseur Meister. Geboren wurde Otto in Krakau wo er auch augenscheinlich, bis zum Krieg, in seinem Beruf tätig war.
Im Kriege verlor er einen Arm, in der Zeit nachdem Krieg hat es Ihn durch Flucht/Vertreibung nach Lauenförde verschlagen, er arbeitete wohl auch in der HERLAG.
Sontags war bei Otto RUN-TIME, da schnitt er den Kollegen und den Kindern die Haare, mit einer Handschneidemaschine, spielte zeitgleich Skat und verkaufte Flaschenbier...Ich habe immer Angst vor seinem energischen Handschwung beim Haareschneiden gehabt... - Reiner Behler

20 Friedrich Friedrichs – genannt KULI

F.F war während des 1. Weltkrieges Heizer auf dem „SEINE MAJESTÄT SCHIFF (SMS) ZÄHRINGEN (nähere Informationen unter Wikipedia „SMS ZÄHRINGEN“). Diese Heizer wurden - so, wie es auch heute noch Mode ist - KULI genannt.

 

F.F. war ein sehr sozial eingestellter Mann, der sich politisch zum Kommunismus bekannte.

Aus diesem Grund wurde er 1933 von der GESTAPO abgeführt, jedoch nach kurzem Verhör wieder auf freiem Fuß gesetzt. Er arbeitete – wie bereits vorher auch – weiter als Arbeiter auf der HERLAG.

F.F. war etwas füllig, von kräftiger Statur und trug fast ständig eine blaue Jacke, so wie sie die Chinesen damals trugen. Vom Charakter her war er eher ruhig, gutmütig und strahlte ein gewisse Harmonie aus. Wenn er von seinem alten Fahrrad mit „Gesundheitslenker“ stieg und sprach, war seine Sätze mit einem leichten Schnaufen hinterlegt.

Er wohnte mit seiner Familie (Ehefrau und drei Kinder) über dem KONSUM.

F.F. wurde nach dem 2. Weltkrieg von der Britischen Militärregierung als Flüchtlingskommissar eingesetzt, kümmerte sich also um das Gemeinwohl der zahlreich zugewiesenen Flüchtlinge in Lauenförde. Weiter wurde er damals von der Militärregierung zur „Entnazifizierung“ mit herangezogen. Verschaffte so einigen einflussreichen Bürgern wieder einen guten Leumund. Im Sprachjargon wurde dies „Persilschein“ genannt.

F.F verkaufte nach dem 2. Weltkrieg Suppen und Brühe der Firma WELA ( Kulibrühe ). Dazu stopfte er sämtliche Taschen seiner blauen Jacke voll und fuhr so seine Kundschaft gezielt an.

Nie wurde dabei ein Schwätzchen ausgelassen.

 

FRITZ FRIEDRICHS war schon zu Lebzeiten in LAUENFÖRDE ein typisches Original

 

21 Friedrich Kasten war Gemeindediener und Nachtwächter in Lauenförde

Friedrich Kasten
Friedrich Kasten
Vor der Scheune in der Jacobstr. / Lönsstr. - heute Dr. Weber.
Vor der Scheune in der Jacobstr. / Lönsstr. - heute Dr. Weber.


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