Von Lewevord zu Lauenförde

Der Anfang des Ortes war "DIE FESTE BURG LEWEVORD". Erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 1348 erwähnt. Daraus entwickelte sich vermutlich der Ortsname von Lewevord (1348) über Lewenforde (1355), Lewenfurde (1447), Lawinforde (1479), Lawenfurde (1591), Lawenforde (1599) und Lauenfort zur heutigen Form Lauenförde, die 1724 erstmalig auftritt. Die Entwicklung zeigt, dass man den Ursprung mit "Löwen-Furt" annehmen kann. 

Amtssiegel um 1779

Urkundentext der ersten Erwähnung von LEWEVORD 

(Abschrift aus der Festgabe 1948 von Heinrich Könecke)

 

Von der Gnade goddes we Ernst herthoge to Brunswick, itteswanne Herthogen Albrechtes sone. don witlik alles den, de diesen bref sen oder horen, dat we Henrike, Erneste unde Arnoldebroderevon dem Haghen unde oren rechten erven von user undeuser erven weghene hebben gheleghen eyn erveBorchlen uppe deme hus to LEWEVORD,...den Text der Urkunde können Sie der nebenstehenden Abschrift entnehmen. Zur Vergrösserung bitte auf die Urkunde klicken. (Urkunde = Montage)

 

don witlik = zu wissen | gheleghen = geliehen | ver hove = Vier Hufe (ca. 120 Morgen) | buwe = Gebäude | wedderwisen = anweisen


Lauenförde

Lauenförde liegt am Oberlauf der Weser, nahe dem Dreiländereck Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen. Die nächsten Ortschaften sind Beverungen (Nordrhein-Westfalen) am gegenüberliegenden Weserufer, Würgassen, Herstelle (beide Stadt Beverungen), Bad Karlshafen (Hessen) und Meinbrexen (gehört als Ortsteil zu Lauenförde).

Lauenförde ist eine im Vergleich zu anderen Orten der Gegend junge Siedlung. Wann sie genau gegründet wurde, ist nicht bekannt. Sehr wahrscheinlich wurde zuerst eine Burg errichtet, von der 1348 berichtet wird, dass Herzog Ernst von Braunschweig-Göttingen das Erbburglehen uppe deme hus to Lewevord an drei Brüder von Hagen vergab. Dies ist die erste schriftliche Nachricht über Lauenförde. Die nicht mehr erhaltene Burg diente den welfischen Herrschern als Gegenstück zu der unmittelbar gegenüber der Weser gelegenen Burg Beverungen des Bischofs von Paderborn, es ist allerdings nicht sicher, welche der beiden Burgen zuerst errichtet wurde. 

Der Ort Lauenförde wird erstmals  1477 als Lewenfurde schriftlich erwähnt, als er im Zusammenhang mit der Soester Fehde in Brand gesetzt wurde.Wahrscheinlich hat sich Lauenförde als Burgflecken entwickelt. Es hatte ein eigenes Gericht mit sehr kleinem Gerichtsbezirk, der im 19. Jahrhundert in das Amt Nienover eingegliedert wurde.

Durch die verkehrsgünstige Lage an der Weserfurt konnten sich seit dem Spätmittelalter einige Handwerker und Schiffer im Ort ansiedeln, seit 1534 war Lauenförde auch Weserzollstation, die heute noch vorhandene Kirche wurde 1569 gebaut. Neuen wirtschaftlichen Aufschwung brachte 1878 der Anschluss an das Eisenbahnnetz. Lauenförde erreichte aber nie die Größe und Bedeutung des benachbarten Beverungen. Textquelle: Wikipedia


Information: Sollte jemand nicht wollen, dass sein Gesicht, sein Name oder/und sein Haus zu sehen ist, bitten wir um eine kurze Mitteilung an: info@lauenfoerde.com